DAK Gesundheitsreport 2009: Anteil der Fehltage aufgrund psychischer Erkrankungen erneut gestiegen, rund 5% der Erwerbstätigen im Alter zwischen 20 und 50 "dopen" sich mit medizinisch nicht notwendigen Medikamenten für den Arbeitsalltag

Die DAK berichtet in ihrem Gesundheitsreport 2009, dass psychische Erkrankungen im Hinblick auf die krankheitsbedingten Fehltage weiter an Bedeutung gewinnen. Ihr Anteil an den gesamten Fehltagen hat sich im Vergleich zur Vorjahreserhebung um 0,4 Prozentpunkte auf 10,6% erhöht. Der Zuwachs der Fehltage aufgrund psychischer Erkrankungen fiel mit 7,9% zudem höher aus als in den anderen wichtigen Erkrankungsgruppen (vgl. DAK Gesundheitsreport 2009, S. 7). Eine Zusammenfassung dieser Ergebnisse mit entsprechenden Grafiken finden Sie im Bereich Datenmaterial Arbeit und Gesundheit.

Die DAK berichtet in ihrem diesjährigen Schwerpunktthema "Doping am Arbeitsplatz ─ Leistungssteigerung durch Psycho- und Neuro-Pharmaka?" außerdem, dass rund 5 % der in der Studie befragten Erwerbstätigen angaben, sich durch die Einnahme medizinisch nicht notwendiger Medikamente für den Arbeitsalltag zu "dopen". Den betroffenen Frauen gehe es der Studie zufolge bei der Einnahme der Medikamente in erster Linie um die Reduktion depressiver Verstimmungen, während es bei den Männern eher um die Steigerung der Konzentrationsfähigkeit und die Vermeidung von Schläfrigkeit und Müdigkeit gehe. Rund 2% der Befragten gaben an, regelmäßig bis häufig medizinisch nicht notwendige Medikamente zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit einzunehmen (vgl. DAK Gesundheitsreport, S. 37ff).

Mehr Informationen und den Gesundheitsreport zum Download finden sie hier

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